875 Jahre Pfarre Eibenstein, Patrozinium und neue Jungschar

Eine Person in einem weißen Gewand, die mit Kindern um einen Tisch betet

Abt Norbert Lesovsky und Pfarrer Pius Ulrich feierten mit der Pfarrgemeinde ein Fest von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Gleich drei Gründe zum Feiern gab es am 30. August in Eibenstein: Die Pfarrgemeinde beging ihr 875-jähriges Jubiläum, das Patrozinium zu Ehren ihres Kirchenpatrons, des heiligen Ägidius, und als besonderen Höhepunkt die Gründung der Jungschar Eibenstein.

Zahlreiche Gläubige aus den sechs Kleinstortschaften der Pfarre fanden sich in der Kirche ein, um gemeinsam auf ein bewegtes Kapitel Ortsgeschichte zurückzublicken und zugleich einen Neubeginn zu feiern.

Zelebriert wurde der Festgottesdienst vom neuen Abt des Stiftes Geras, Norbert Lesovsky, gemeinsam mit Ortspfarrer Pius Ulrich. Bereits der Einzug setzte ein Zeichen: Gemeinsam mit den Geistlichen zogen die Kinder der frisch gegründeten Jungschar sowie ihre Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer in die Kirche ein. Die Kinder trugen dabei stolz eine selbstgemalte Fahne voran.

In seiner Predigt fand Abt Norbert Lesovsky bewegende Worte für die kleine Pfarrgemeinde: Eibenstein sei, so betonte er, trotz seiner überschaubaren Größe eine Gemeinschaft, die Großes leiste. Genau das zeige sich an diesem Tag in besonderer Weise, denn in der Feier kämen gleich drei Zeitebenen zusammen: Mit den 875 Jahren Eibenstein werde die Vergangenheit gewürdigt, mit der lebendigen Gemeinschaft vor Ort die Gegenwart – und mit der neu gegründeten Jungschar die Zukunft der Pfarre. Musikalisch wurde der Gottesdienst als rhythmische Messe gestaltet: Organist Willi Prinz gestaltete sie gemeinsam mit den Kindern der Jungschar und sorgte damit für einen festlichen, jugendlichen Klang.

Im Anschluss an die Messe luden Pfarrgemeinderat und Ortsbevölkerung zu einer Agape, bei der das Fest in geselliger Runde seine Fortsetzung fand. Hier wurde auch Bürgermeister Franz Fischer zu einer Grußadresse aufgefordert: Er nutzte die Gelegenheit für anerkennende und lobende Worte an die Gemeinschaft, die sich aus den sechs Kleinstortschaften der Pfarre zusammensetzt und sogleich auch die Feuerwehr Eibenstein bildet.

Ein besonderer Programmpunkt der Agape war die Präsentation der eigens zum Jubiläum erstellten Festschrift. Gestaltet wurde sie von Stefan Baumgartner, Florian Köck und Gerlinde Köck, die dabei auf die historischen Grundlagen von Stadtarchivar Mag. Kerschbaumer zurückgreifen konnten. Die Festschrift dokumentiert 875 Jahre Pfarrgeschichte, hält zahlreiche Details aus der wechselvollen Ortsgeschichte fest und fand bei den Festgästen großen Anklang – für viele Besucherinnen und Besucher ein willkommener Anlass, noch länger bei Speis und Trank zusammenzubleiben und in Erinnerungen zu schwelgen.

Besonders die Gründung der Jungschar Eibenstein wurde von den Festgästen als wichtiges Zeichen für die Zukunft der Pfarre gewertet. Mit dem neuen Angebot für Kinder und Jugendliche, das von engagierten Betreuerinnen und Betreuern getragen wird, soll kirchliches Leben in der Region auch für die junge Generation greifbar bleiben.

Mit dem stimmungsvollen Fest ist es der Pfarrgemeinde Eibenstein eindrucksvoll gelungen, Tradition und Aufbruch miteinander zu verbinden: ein Blick zurück auf 875 bewegte Jahre, ein Fest der lebendigen Gegenwart – und mit der neu gegründeten Jungschar ein hoffnungsvoller Schritt in die Zukunft der kleinen, aber überaus lebendigen KLEINST-Pfarre.

Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiertEine Gruppe von Menschen in einer KircheEine Person in einem weißen Gewand, die einen silbernen Gegenstand mit einem Kind hinter sich hältein weißes Banner mit Zeichnungen darauf


01.09.2026