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Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz schreiten planmäßig voran. Seit September erfolgten wieder größere Arbeiten am Projekt.
„Die bauausführende Abteilung des Landes (WA3) hat die Arbeiten am Pegel der Thaya im Bereich des Kindergartens Kollmitzsteig und des JUFA nahezu abgeschlossen“, erklärt Bgm. Mag. Rudolf Mayer. Ebenfalls begonnen haben die Arbeiten an der neuen Wehranlage und dem Wasserkraftwerk bei der Dykmühle.
„Seit 24. September wird gebaut. Das gesamte Wasser der Thaya wird über den bestehenden Mühlbach und die vorhandene Fischleiter umgeleitet, damit die Wehranlage trocken ist“, berichtet die Geschäftsführerin der Dykmühle, Mag. Lisa Dyk.
Etwa 20 Meter unterhalb der bestehenden Wehranlage, einer Steinschlichtung, wird eine neue Klappenwehr mit zwei je ca. 16 Meter breiten Stahlklappen zur Regulierung des Wasserdurchflusses errichtet – ein wesentlicher Bestandteil des Hochwasserschutzkonzeptes.
„Gleichzeitig bauen wir ein neues Wasserkraftwerk, das auch einen Inselbetrieb unseres Betriebs unabhängig vom Stromnetz erlaubt und wahlweise auch Strom ins Netz einspeisen kann, wenn wir ihn nicht selber verbrauchen“, erklärt Dyk. Durch einen verbesserten Wirkungsgrad der neuen Kraftwerksanlage wird, ausreichend Wasser in der Thaya vorausgesetzt, der gesamte Eigenbedarf der Mühle gedeckt werden können. Im Zuge des Wehr- und Kraftwerkbaus wird auch eine neue Fischleiter errichtet.
„Durch den niedrigen Wasserstand schreiten die Arbeiten gut voran, wir liegen im Plan. Das Ziel für heuer ist, die Umleitung der Thaya bis Weihnachten zurückzubauen und das Wasser über die neue Wehr noch ohne die erst später zu installierenden Klappen laufen zu lassen. Je nach Wetterlage wird der Bau des Kraftwerks, das in einem eigenen Nebengebäude der Dykmühle untergebracht werden wird, im Frühjahr starten“, erklärt Baumeister Franz Heinisch von der Reissmüller Baugesellschaft m.b.H., welche die Wehranlage und das Kraftwerk errichtet.
Da die Bauarbeiten im November intensiviert werden sollen, wird es wahrscheinlich nötig sein, in vier Nächten von 3 bis 24 Uhr durchzuarbeiten, wobei auch mit einer gewissen Lärmbelastung zu rechnen ist. Fertiggestellt werden soll das Kraftwerk bist Oktober 2016.
Artikel und Foto © NÖN WT/Schwab
18.11.2015
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